Seminarkirche

Seminarkirche

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Ein Jahr nach dem Bezug der Seminargebäude wurde am 18. Juli 1957 die Seminarkirche St. German vom damaligen Speyerer Bischof Dr. Isidor Markus Emanuel feierlich geweiht. Das Baukonzept zu dieser „zweiten Mutterkirche des Bistums“ stammte von Eugen Beuerlein. Im Grundriss verbinden sich ein längsgerichteter Sakral- und ein sechseckiger Zentralraum in starker konzeptioneller Klarheit zu einer einheitlichen Grundrissdisposition. Auf die Ausführung eines ursprünglich geplanten Turmes hat man verzichtet. Dafür überhöht die Dachspitze des Chorraumes mit einem weithin sichtbaren Kreuz das Kirchenschiff wie eine Kuppel. Diese Außengestaltung erinnert in moderner Anmutung an die Kuppelbauten der italienischen Kirchenbaukunst.
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Die weitgehend erhaltene ursprüngliche Innengestaltung der Kirche geht auf den Harthausener Künstler Werner Schreiner zurück, der einige Jahre später auch das Relief an der Altarrückwand gestaltete. Der Deckenspiegel über dem Altarbereich stammt von Wilhelm Braun (München), ebenso wie die ausdrucksstarke Gestaltung der Fenster. Ein besonderer Hinweis gilt den großflächigen Betongußglasfenstern, die in dieser Technik erstmals im Bistum in St. German  ausgeführt wurden.

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Aus einem Künstlerwettbewerb zur Neugestaltung des Altarbereichs im Jahr 2016 ging das Konzept des Duttweilerer Künstlers Bernhard Mathäß als Siegerentwurf hervor. Er gestaltete den 'neuen' Altarbereich mit einer Stelenwand als optische Abgrenzung zu einem eigenen Raumbereich, dem Altarsakrament und damit der Anbetung gewidmet. Davor findet sich heute der 'Feierbereich' mit Altar, Ambo und Vorstehersitz, die in einer überaus dichten Symbolsprache und dennoch der Schlichtheit des Gesamtraumes angemessen gestaltet wurden (Altarweihe am 4. Mai 2017).
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Das Marienbildnis, heute an der Schwelle von Gemeindebereich zu Altarbereich rechts angebracht, ist die Kopie einer Madonna aus der ersten Hälfte des 15 Jahrhunderts im sogenannten 'Internationalen oder Weichen Stil'. Das Original befindet sich ebenfalls im Besitz des Priesterseminars.

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Seit Jahresbeginn 2018 birgt die Seminarkirche St. German einen weiteres bedeutendes Kleinod: eine englisch-romantische Orgel aus dem Jahr 1890. Das historische Werk des Orgelbauers Vowels aus Bristol, das sowohl in der mechanisch-pneumatischen Traktur wie auch im Pfeifenwerk (23 klingende Register) noch im Originalzustand erhalten ist, stellt mit seinen wunderbaren Klangfarben in der Orgellandschaft der näheren und weiteren Umgebung eine Besonderheit dar.

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